Theater

Ich arbeite als Theaterpädagogin, Regisseurin und Produktionsleitung. Gemeinsam mit den Projektteilnehmer*innen oder professionellen Schauspieler*innen entwickele und schreibe ich Stücke.

Theaterpädagogik

Bei meinen theaterpädagogischen Angeboten haben die Teilnehmer*innen die Möglichkeit sich selbst besser kennenzulernen und weiterzuentwickeln, Emotionen zu fühlen, den eigenen Körper zu erfahren, Selbstbewusstsein aufzubauen und kreativ zu werden. Spiel, Bewegung, Körperarbeit und Emotion, sowie kreative Entfaltung bilden dabei ein Gegengewicht zu unserem oft verkopften Alltag.

Meine theaterpädagogischen Angebote nutzen biografische, partizipative und empowernde Ansätze, in denen die Teilnehmer*innen eigene Themen einbringen und somit Repräsentation und Selbstwirksamkeit erfahren. Dies schließt nicht aus, dass vorab auch bestimmte inhaltliche Schwerpunkte gesetzt werden.

In der Arbeit finden immer auch Gruppenprozesse statt, die die sozialen Kompetenzen, sowie die Kommunikations- und Konfliktlösungsfähigkeit verbessern, soziale Anbindung und das Gefühl von Zugehörigkeit schaffen. Theaterpädagogische Angebote eigenen sich deshalb auch für Gruppenprozesse und Teambuilding.

Mit besonders viel Hingabe leite ich Angebote, die theaterpädagogische Methoden und diskriminierungskritische Inhalte zusammenführen, beispielsweise Theaterprojekte, die sich inhaltlich mit Themen wie Identität, Geschlecht, Lieben und Beziehungen, Diskriminierung, Demokratie und (Un)Gerechtigkeit auseinandersetzten. Die theaterpädagogische Arbeit bietet eine Möglichkeit diskrimienierungskritische Themen körperbasiert zu erfahren, eigene körperliche Muster im Bezug auf Diskriminierung wahrzunehmen und zu verändern, sowie Empowerment für diskriminierte Gruppen zu ermöglichen.

Meine theaterpädagogischen Angebote können als fortlaufende Kurse oder als Workshops stattfinden. Ein Hinarbeiten auf eine Inszenierung ist bei ausreichend Zeit möglich.

Die Angebote können mit allen Zielgruppe ab der Grundschule durchgeführt werden.

Projekte (Auswahl)

anastasius – don’t call me by my deathname

Anastasius Lagrantinus Rosenstengel war vermutlich die letzte Person, die in Europa für „Unzucht des Weibes mit dem Weibe” hingerichtet wurde. Bei der Geburt 1687 dem weiblichen Geschlecht zugewiesen, verließ dey mit fünfzehn das Waisenhaus und legte “Männerkleider” an.

Nach Wanderjahren als Prophet*in kämpfte Rosenstengel im spanischen Erbfolgekrieg und „caressierte“ mit einem „von Leder gemachten ausgestopften männlichen Glied“ „schöne Weibspersonen“. 1717 desertierte dey und heiratete eine Frau. 1721 wurde Anastasius Lagrantinus Rosenstengel der Inquisitionsprozess gemacht und man verurteilte demm zum Tode. Ausgehend von Angela Steideles ‚In Männerkleidern‘ bringt die Performance eine historische Person auf die Bühne, die alle Grenzen sprengt, die ihr durch Geschlechtszuweisung und Stand gesetzt waren. 

Bei der Wiederaufnahme von anastasius im März 2025 in Köln habe ich Regie geführt.

DURST – Die Zukunft des Wassers

Die theatrale Reise „DURST – Die Zukunft des Wassers“ nimmt dich mit in eine Zukunftsvision, in der sich unser Umgang mit Wasser grundlegend gewandelt hat. Wie können wir Wasser als unsere kostbarste Ressource schützen und gerecht zugänglich machen angesichts der Klimakrise? Inspiriert von wissenschaftlichen Erkenntnissen der Scientists for Future und lokalen Geschichten aus dem Rheinischen Revier entsteht eine visionäre Erzählung, die aufzeigt, wie ein bewusster Umgang mit Wasser zu einer nachhaltigen Welt beitragen kann.

Das Stück wurde im Rahmen des Sommerblut Kulturfestivals entwickelt. In den Stück mit professionellen Schauspieler*innen habe ich an Regie und Text mitgearbeitet. Die Fotos stammen von Christoph Steć und Nathan Dreessen.

LEBENSTRÄUME

Das Theater- und Musikprojekt LEBENSTRÄUME erzählt davon, wie Jugendliche und junge Erwachsene heute leben. Was unterscheidet sie voneinander und wo gibt es Gemeinsamkeiten, wenn Jugendliche in klassischen Familienmodellen, in Patchworkfamilien oder in Wohngemeinschaften leben? Neugierig und offen für die anderen geben Sie einen Einblick in ihre Lebenswelt. Welche Träume haben Sie? Was bewegt Sie? Was wünschen Sie sich für Ihre Zukunft?

Im Projekt des Vereins Die jungen Wohngemeinschaften habe ich als Theaterpädagogin mitgearbeitet.